10 AnfängerInnenfehler, die beim Investieren oft passieren - Investorella

10 Anfängerfehler, die beim Investieren oft passieren

– Blogartikel, Autorin Larissa Kravitz

Wenn man mit dem Investieren beginnt, so hat man meistens noch relativ wenig Ahnung von der Materie. Das ist auch ganz normal, denn niemand kommt als Investment-Genie auf die Welt. Dieses Wissen muss man sich erst aneignen.

Dafür ist ja mein Online-Kurs da.

Die Risiken die Anfängerinnen oft unbewusst machen werden darin natürlich auch angesprochen. Trotzdem habe ich hier kurz und knapp die wichtigsten Anfängerfehler aufgelistet, damit ihr nicht in diese Fallen tappt.

 

 

1. Kein Gebühren- oder Produktvergleich

Viele beginnen mit einem Fondssparplan bei der Hausbank. An dem ist per se nichts auszusetzen, denn viele der Banken haben sehr gute Fonds. Dennoch zahlt es sich aus Produkte zu vergleichen bevor man sie abschließt, denn in manchen Fonds-Kategorien gibt es heftige Gebühren-Unterschiede. Besonders krass kann der Unterschied auch zu einem günstigen, breit gestreuten ETF sein.

 

2. Intransparente Produkte

Dies ist der Kardinalfehler Nummer zwei. Viele unerfahrene Investorinnen neigen dazu in Produkte zu investieren die sich gut anhören und exzellent gestalteten Verkaufspräsentationen an die Frau gebracht werden, obwohl ihnen die Funktionsweise des Produkts nicht ganz klar ist. Oft basieren diese Produkte auf komplexen Verträgen die nur Expertinnen überhaupt verstehen können. Lässt man sich auf solche Produkte ein, so können versteckte Kosten oder andere Überraschungen auf einen zukommen. Mein Motto ist daher mit den simplen Dingen zu beginnen die transparent und einfach zu verstehen sind, wie ETFs und Fonds.

 

3. Ewig Warten

“Ich war bei deinem Workshop im März und fand ihn echt toll! Ein Depot habe ich auch schon eröffnet und nun ist bald Neujahr. Da habe ich noch mein Weihnachtsgeld in der Tasche und am 2. Januar, da will ich dann meinen ersten trade machen.”

Diese oder so ähnliche Aussagen habe ich schon öfters gehört. Wenn die Unsicherheit am Anfang noch groß ist, führt das dazu, dass viele Frauen sehr lange warten. Was ich aus dem Feedback von Teilnehmerinnen heraus hören konnte, wurde mir einige Monate später auch von Brokern bestätigt: Frauen tendieren dazu nach der Depoteröffnung länger mit dem ersten Trade zu warten als Männer. 

Generell ist etwas Zögerlichkeit nichts schlechtes, denn man sollte sich zuerst mit den Wertpapierarten auseinandersetzen und seine eigene Analyse machen. Sobald das erledigt ist, geht’s los. In meinem online Kurs gibt es auch Video-Tutorials zur Umsetzung der erste Trades, damit dieser große Schritt leichter fällt.  

 

4. Zocken

Ja ja, Frauen sind etwas risikoscheuer als Männer, doch das heißt nicht unbedingt, dass sie nicht auch in wilde Zockerei verfallen können. Manchmal sind es heiße Tech-Aktien die in den Medien gehyped werden und in der letzten Zeit waren es Impfstoffentwickler, auf die viele Menschen ihr Geld wetteten. Das im wahrsten Sinne des Wortes, denn bevor verschiedene Impfstoffe zugelassen wurden konnte niemand wissen welches Unternehmen den ersten und den besten Impfstoff haben würde. 

Solche spekulativen Trades sind nicht unbedingt für Anfängerinnen geeignet, da man solche Position sehr aktiv managen muss und auch wissen muss, was zu tun ist wenn der Kurs abstürzt.

 

5. Auf heißen Spur

Dieser Fauxpas ist so ähnlich wie das Zocken, doch basiert auf Gerüchten und sogenannten “heißen Tipps” die man vielleicht in einem Abendlokal der Business-Community erzählt bekommt. Oft steckt dahinter der Wille, andere zu beeindrucken. Manchmal sind solche Gerüchte schlichtweg Fehlinformationen und erfunden und in dem seltenen Fall, dass die Information stimmt sollte man auch nicht damit traden, denn das wäre illegal. Heißen Tipps sollte man also die kalte Schulter zeigen. Den Typen die sie verbreiten besser auch.

 

6. Das Pferd von hinten aufzäunen

Neben dem Zocken auf gehypte Titel gibt es noch jene Anfängerinnen – zwar eher selten aber doch – die das Pferd von hinten aufzäumen wollen und zwar indem sie mit den risikoreichsten Assetklassen beginnen wollen. Anstatt sich einmal eine ETF-Sparplan zuzulegen wollen sie mit Options-Strategien beginnen. Manchmal bekomme ich Anfragen von Frauen, die mich bitten ihnen das beizubringen. Das lehne ich ab, denn einem kompletten Neuling das Optionstrading beizubringen ist so als würde man eine Führerscheinanwärterin bei der ersten Ausfahrt in einen Ferrari setzten, oder eine Space-X-Rakete. Es könnte schnell mit einem Crash enden.

 

7. Analysiert bis nichts passiert

Ähnlich wie das ewige Warten auf den ersten Trade ist das, was auf Englisch “analysis paralysis” genannt wird. Damit ist gemeint, dass man so lange analysiert, bis nichts passiert weil man im Nachdenkprozess stecken bleibt. Es ist wichtig eine fundierte Entscheidung zu treffen, aber man muss es mit der Analyse auch nicht übertreiben. Gerade wenn hinter der Analyse eigentlich etwas anderes steckt, z.B. die Angst vor Verlusten, sollte man mich sich selbst ehrlich sein und sich damit beschäftigen.

 

8. Über-Optimieren

Dies ist eine der größten Fallen und ich habe das Gefühl, dass Frauen dafür besonders anfällig sind, weil sie kleine Sparfüchsinnen sind. Was ist damit gemeint. Auf die Gebühren achten ist langfristig wichtig aber am Markt ist Geiz sehr oft nicht geil. Es bringt mir nichts, wenn ich einen Broker zum nahe Nulltarif habe, der mir dann keinen Kundenservice bietet, wenn ich ihn brauche. Discount-Broker sind super, doch wenn man nicht weiß, wie man danach die Steuererklärung macht kann das am Ende des Jahres mehr kosten als man sich durch günstige Trading-Gebühren erspart hat. Die Optimierung der Gebühren ist wichtig, doch man darf es auch nicht übertreiben. 

 

9. Die Risiken nicht kennen

Über Verluste spricht man nicht gerne, doch das sollte man tun, denn man möchte sie vermeiden. Dazu muss man die Risiken kenne. Mein Onlinekurs für Einsteigerinnen enthält ein separates Kapitel über Risiken und ein Skriptum in denen die am häufigsten auftretenden Risiken erklärt werden sowie Möglichkeiten wie man sie mindern kann. In der Trading- und Investment-Welt wird fast immer nur über potenzielle Gewinne gesprochen. Die Risiken sollte man aber ebenfalls kennen und im Auge behalten um böse Überraschungen zu vermeiden.

 

10. Auf falsche Beraterin hören

Manchmal wenn ich so durch’s Internet surfe bekomme ich Ads von Finanzkursen. Da sind natürlich tolle Dinge dabei, mittelmäßige und teilweise auch absoluter Schrott. Erst vor Kurzem begegnete mir ein sehr teurer Trading-Kurs von jemandem, die noch nie in der Finanzindustrie gearbeitet hatte. Als ich die Testimonials laß, traute ich meinen Augen nicht. Daraus war erkennbar, dass die Teilnehmer scheinbar über eine der weltweit risikoreichsten Plattformen tradeten und mit Instrumenten die für Anfängerinnen überhaupt nicht geeignet sind. Egal ob es einen Kurs betrifft oder eine persönliche Beratung. Seht euch an, was die Person an Ausbildung, Expertise und Erfahrung mitbringt und bildet euch dann eure Meinung. 

So, jetzt könnte ihr die 10 gefährlichsten Eisberge umschiffen. Den Rest findet ihr im Online-Kurs “Investieren für EInsteigerinnen”, sowie im Buch und Podcast.

Über die Autorin, Larissa Kravitz
Larissa Kravitz beschäftigt sich seit 20 Jahren mit den Märkten, ist Finanzmathematikerin, ehemalige Aktienhändlerin, Strategieentwicklerin, Treasury-Managerin und Aufsichtsrätin und besitzt ein Vermögensberatungs- Unternehmen. Nun ist ihre Mission, die finanzielle Autonomie von Frauen und Familien durch Bildung zu stärken.

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